PHILOSOPHISCHE GRUNDIDEEN
Veröffentlicht am 14. Jul, 2009 von supercargoPro in Allgemein
Oben wie unten, dieser hermeneutische Grundsatz wird wörtlich aufgelöst. Vor diesem Hintergrund ist das Paradies kein besserer Ort als die Erde und die Hölle (=Hades) auch kein schlechterer Ort als die Erde. Es sind lediglich unterschiedliche Ebenen des Ganzen (von oben bis unten und innen bis außen). Daraus ergibt sich eine überraschende Neuauslegung bekannter Mythen und Religionen. Auf Hermes Trismegistos, den ägyptischen Gott Toth, gehen die Dualität, die Bewertung in Gegensatzpaaren von “gut und böse” und die Wahrnehmung in Gegensätzen wie Mann und Frau, Tag und Nacht hält das Bewusstsein im Bann der Dualität (=Leiden). Gesetz der Dualität.
Im Rahmen dieser Story ist die Dualität eine Falle, die durch die Teufelswette zwischen Gott und Teufel geschaffen wurde. Um zu testen, ob auf einer dualen Benutzeroberfläche das Gute dominiert oder das Böse.
wertschätzen, Papadopolous wertschätzt die “bösen Taten” des Zerebreus. Er verurteilt ihn nicht. Im Kontext der hier vertretenen Meinungen, ist “wertschätzen” die Methode um Widerstände aufzulösen.
Ohrenbeichte, ein feststehender Begriff im orthodoxen Glauben. Wo der geweihte Priester im Vieraugengespräch die gebeichteten Sünden im Namen Gottes vergeben darf.
dran glauben müssen, ein geflügeltes Wort für “sterben”. Im Rahmen der Story meint es den Zusammenhang zwischen glauben und erfahren. “Nach deinem Glauben wirst du erfahren”. Vor diesem Hintergrund schafft der Mensch durch seinen Glauben seine eigene Erfahrungsrealität. Das Leben ist Realität, die man erfährt ohne dran glauben zu müssen. Welche Erlebnisrealität entsteht mit dem Tod? Genau die, an die man glauben kann. Der Mensch erschafft sich seine Lebens- oder Todeswelt immer selbst. Ist es ein Paradies oder eine Hölle?
ausdehnen, das Bewusstsein kann sich ausdehnen. Wenn man dies willentlich einleitet. Die Entscheidung für eine Rolle als Opfer oder Täter basiert auf geschrumpftes Bewusstsein (=Opfer) oder ausgedehntes Bewusstsein (=Täter). Die Helden überwinden die Falle von Vimalmikki, indem sie sich ausdehnen. So werden aus Opfern, die in der Falle sitzen, wieder Täter, also Handelnde, die ihre Situation ändern können.
Vimalmikkis Kristallkugel, eine Metapher dafür, wie man gefangen sein kann in den Grenzen seiner eigenen Vorstellung oder in den Grenzen gemeinsamer Vorstellungen.
OM, der Grundlaut des Universums. Gemäß vedischer Auffassung ist alles was ist aus dem OM entstanden. Es ist ein Klang, der innen wie außen klingt. Ein Klang, der in die Einheit führen kann, indem er die Bewusstseinsspaltung heilt.
Angst, ist das stärkste Handlungsmotiv für Menschen. Riemen tötet aus Angst. Seine Eifersucht ist leidenschaftliche Verlustangst. Angst entsteht aus unflexiblen Identitäten und festgelegten Standpunkten.
Schuld, im Kontext von Angst steht das Schuldgefühl. Wie es in Religionen gerne vermittelt wird. Schuld wird in der Regel mit Sex gekoppelt. Im Gegenbild erscheint die “unbefleckte Empfängnis”. In dieser Polarität gibt es viele Anknüpfungspunkte um Schuldhaftigkeit glaubhaft zu zementieren. Und Gläubige in Angst, Schrecken und Abhängigkeit zu halten.
Erkenntnis, der Baum der Erkenntnis für “gut und böse” ist eine Metapher für Selbsterkenntnis. Diese erfolgt in Stufen:
1. Die Mehrheit der Menschen erlebt sich als Opfer ihrer Umstände: der Chef ist Schuld, der Partner, das System, die Vergangenheit etc. Zusätzlich locken die kirchlichen Institutionen gerne in die Schuldfalle: Ursünde, karmische Schuld etc.
2. Ein befreiter Mensch erlebt sich völlig gelöst von den Umständen, die ihn umgeben. Dieser Bewusstseinszustand wird in der Literatur als kosmisches Bewusstsein beschrieben. Oder als Satori bezeichnet.
3. Die prototypische Endstufe von Bewusstseinseintwicklung ist Einheitsbewusstsein oder Brahmanbewusstsein. Das sich bis Krishna- bzw. Jesusbewusstsein ausdehnen kann.
Rippe, die “gestohlene Rippe” ist eine zentrale Metapher für die innere Struktur meiner Geschichte. Sie steht für die spirituelle Urwunde, die Dualität aufrechterhält. Der erfundene Hintergrund ist die Teufelswette: “Wetten, dass der Mensch in der Dualität nicht gut sein kann”.
Da alles eine Frage der Auslegung ist, ist Dualität ein hoffnungsloses Feld für Konflikte. Die im Grunde nicht gelöst werden können. Die daraus entstehende Dynamik stärkt das Unheil. Siehe Teufelswette. Der Teufel liegt 80: 20 vorne.
Als die Helden ihre Rippe zurück erhalten, erlangen sie Satori. Sie sind getrennt sind raus aus dem Wirken des reaktiven Verstandes. Jedoch nicht befreit von den Wirkungen ihres Karmas. Es ist eine Form der Erleuchtung, die Ego-Reste beinhaltet. Erst das Einheitsbewusstsein ist ganz frei von Ego. Das ist ein erheblich erweiterter Zustand von Wahrnehmung. Der Mensch ist nicht mehr in der Welt (”Ich bin nicht von dieser Welt”) sondern die Welt und am Ende das ganze Universum ist im Menschen enthalten. Dies ist prototypisch von Jesus und anderen Avataren verwirklicht.
Weltenprojektor, ist der Umschaltort von Satori zu Einheitsbewusstsein. Es ist die Wahrnehmung, dass die Schöpfung innen ist. Die Welt ist in mir.
Fegefeuer, ein interessantes Wort, das ich im Kontext zum Weltenprojektor einsetze. Es dient der Aushärtung von Bewusstseinsstufen.
Paradies, ist eine Metapher für verwirklichtes Einheitsbewusstsein.
